Jeden Tag begegnen wir unzähligen Lebensmitteln, die uns in Versuchung bringen. Schokolade, Chips, Süssgetränke, Alkohol, nur um mal eine kleine Auswahl zu präsentieren.

Der Zucker oder das Fett lassen die Lebensmittel toll schmecken und machen ein Verlangen nach mehr. Die meisten von uns gönnen sich kleine Portionen pro Tag oder Woche in dem Glauben, dass diese kleine Menge nicht wirklich ins Gewicht fallen wird.

Und dies wortwörtlich. Es ist aber bewiesen, dass der Durchschnittsmensch im Jahr ca. 1-3 Kilo an Gewicht zunimmt. Das hört sich zunächst wenig an. Man bedenke: nach drei Jahren sind das schon 3 – 9 Kilos die zu viel sind.

Die Hose drückt und das Oberteil will auch nicht mehr so richtig passen. Und nun?

Her mit der Diät?

Es gibt unzählige Diäten wie „Trennkost“, „Low-Carb Diät“, „Shake-Diäten“ usw. Die meisten von uns haben schon einmal eine dieser, oder eine andere Diät ausprobiert. Wahrscheinlich war der Erfolg nicht von Dauer. Damit bist du nicht allein. Aber warum ist das mit den verflixten Diäten so schwierig?

Das Ziel einer Diät (deutsche Definition) ist es, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Gewicht zu verlieren, also eine negative Energiebilanz herzustellen. Dies gelingt in der Regel recht gut.

Hier ein Shake, da keine schlechte Kohlenhydrate wie Nudeln oder Pizza, und schon purzeln die Pfunde. Und dann kommt er: der Jojo-Effekt. Die Kilos kommen zurück, oder sogar noch mehr als vorher sind in kurzer Zeit wieder auf den Hüften.

 

Was passiert beim Jojo-Effekt?

Die Differenz zwischen Energiezufuhr und Energiebedarf eines Menschen ist die sogenannte Energiebilanz. Bei einer positiven Energiebilanz wird mehr Energie in Form von Nahrung zugeführt als der Mensch verbraucht. Bei einer negativen Energiebilanz wird weniger Energie zugeführt als der Mensch verbraucht.

Einfach ausgedrückt: positive Energiebilanz = Gewichtszunahme, negative Energiebilanz = Gewichtsreduktion. Im Detail setzt sich die Energiebilanz aus dem Grundumsatz und dem Leistungsumsatz eines Menschen zusammen. Der Energiebedarf ist von verschiedenen Faktoren (Arbeit, Freizeit und Sport) abhängig und kann für jeden separat berechnet werden.

 

Gute Kohlenhydrate

Zu dieser Gruppe gehören hauptsächlich unverarbeitete kohlenhydratreiche Lebensmittel, die noch über ihren ursprünglichen Ballaststoffgehalt verfügen.

Zum Beispiel: Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Kartoffeln. Der grosse Vorteil von den guten Kohlenhydraten ist, dass sie den Blutzuckerspiegel nicht so stark aus dem Gleichgewicht bringen wie die raffinierten, schlechten Kohlenhydrate.

Die Bezeichnung Diät kommt von altgriechisch díaita und wurde ursprünglich im Sinne von „Lebensführung“/„Lebensweise“ verwendet.

Seit Hippokrates wird als Diät eine spezielle Ernährung des Menschen bezeichnet, bei der längerfristig oder dauerhaft eine spezielle Auswahl von Lebensmitteln verzehrt wird. Also eine gesunde Lebensführung.

Im deutschsprachigen Raum wird als Diät in den meisten Fällen eine kurzfristige Veränderung der Ernährungsform zur Gewichtsreduktion bezeichnet, was in den seltensten Fällen etwas mit einer gesunden Lebensführung zu tun hat.

Schlechte Kohlenhydrate

Zu dieser Gruppe gehören industriell verarbeitete Kohlenhydrate. Ziel der Verarbeitung ist es, die Ballaststoffanteile zu entfernen damit das Produkt länger haltbar ist.

Zum Beispiel: Weissmehl und Haushaltszucker.

Das Phänomen des Jojo-Effekts geschieht häufig nach einer Crash-Diät. Bei den meisten Diäten wird eine so starke negative Energiebilanz angestrebt, dass der Körper in einen Art „Notzustand“ gerät. Dies geschieht vor allem dann, wenn über einen längeren Zeitraum weniger Kalorien als der Grundumsatz aufgenommen wird. Mit der Folge, dass sich der Stoffwechsel stark verlangsamt, ähnlich wie beim Fasten.

Das Fatale: Man verbraucht weniger Energie und sobald man wieder mehr Kalorien zu sich nimmt, legt der Körper Fettreserven an. Dazu kommt meist noch, dass das alte Essverhalten schon kurze Zeit nach der Diät wieder einen festen Platz im Alltag einnimmt.

Du siehst also, dies hat absolut nichts mit einer gesunden Lebensführung zu tun, wie es der ursprünglichen Bedeutung des Wortes der Altgriechen entspricht.

 

Definition Energie: Die Sonne sendet Sonnenenergie auf die Erde, welche in den Pflanzen mittels der Photosynthese und anorganischer Stoffe (Kohlenstoff C, Stickstoff N, Sauerstoff O, Wasserstoff H, Phosphor P usw.) in chemische Energie umgewandelt wird.

Diese ist in chemischen Verbindungen gefangen, deren jeweiliges Molekül aus den oben genannten Stoffen besteht, welche dank dieser Energie untereinander verbunden bleiben.

Die Nahrungsmittel setzen sich aus Hunderten dieser Bestandteile zusammen, größtenteils aus Nährstoffen. Insgesamt decken die Nährstoffe die folgenden Bedürfnisse der kleinsten Bausteine des Körpers, der Zellen ab:

 

  1. Nährstoffe versorgen sie mit dem nötigen Wasser, von dem die Zellen leben
  2. Sie versorgen sie mit der für die Zellfunktion nötigen Energie
  3. Es sind Bausteine der Zellabschnitte

Kurzfristige Diät oder Nachhaltigkeit?

Die oberste Regel für eine gesunde und nachhaltige Gewichtsreduktion ist dementsprechend folgende:

Lerne deinen täglichen Kalorienbedarf kennen und solltest nie über einen längeren Zeitraum unter deinem Grundumsatz bleiben. Deine Ernährung und Bewegung müssen in regelmässigen Abständen bewusst kontrolliert und angepasst werden.

Weiter sollte dein Kaloriendefizit nicht mehr als 300–500 Kcal pro Tag sein. Die Ernährung muss so umgestellt werden, dass deren Aspekte auch nach der Diät noch ein fester Bestandteil des Alltags bleiben. Nur wer seine Ernährung langfristig umstellt hat eine Chance das Wunschgewicht zu halten.

Wer seine Ernährung langfristig umstellt hat eine Chance das Wunschgewicht zu halten. Verzichte also auf leere Kohlenhydrate wie Weizen, Zucker, Fertigprodukte und greife vermehrt zu frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln. Fett solltest du nicht verteufeln, sondern gesunden Menschenverstand walten lassen und auf gesunde Quellen wie Nüsse, Lachs oder Leinöl zurückgreifen. Pommes Frites gehören natürlich nicht dazu. Geniesse Süsses bewusst und kontrolliert, dein Körper sagt dir, wann du genug hast. Achte des Weiteren auf genügend Eiweiss, das hält länger satt und wird für den Muskelaufbau benötigt.

Muskeln sind ein gutes Stichwort: Wer nachhaltig gesund leben will, wird um den Kraft- und Ausdauersport nicht herumkommen. Plane regelmässige Trainingseinheiten um deine Muskeln zu fördern. Denn es gilt: „Je mehr Muskeln man hat, desto mehr Fett kann man verbrennen!“. Eine Tatsache die das Motivationsbarometer für mehr Sport explodieren lassen wird.

Fazit: Bei einer Diät sollte man sich Zeit lassen. Das Problem der Gewichtszunahme sollte kritisch erkundet werden. Nur wer seine problematischen Gewohnheiten kennt, kann eine erneute Gewichtszunahme verhindern. Wer nachhaltig abnimmt und seine Ernährung im Alltag umstellt kann seine Ziele erreichen. Lerne, die Grundsätze einer gesunden Ernährung und Sport langfristig in seine Lebensgestaltung zu integrieren. Wenn du all dies verinnerlicht hast, wirst du dich ein für alle Mal vom unermüdlichen Diäten-Hype verabschieden können.

Selina Heggli

Seit 2011 gehört meine Leidenschaft der Fitness. Damals noch als Teilnehmerin habe ich in verschiedenen Kursen und Studios erleben dürfen, wie sich gezieltes Training positiv auf meinen Körper, auf meine ganze Lebensweise auswirkt.

Meine Leidenschaft zur Berufung gemacht, habe ich meinen Traum - dich bei der Verbesserung und Erhaltung deiner Gesundheit zu unterstützen - umgesetzt und biete dir heute mit meinem eigenen Bodypassion Studio in Auw und mit persönlicher Beratung und Unterstützung die Gelegenheit, dein ganz persönliches neues Lebensgefühl erfahren zu können.

Dabei sind mein Team und ich mehr als Trainer oder Coaches: Wir sind Begleiter. Begleiter auf deinem Weg zu einer besserer Gesundheit. Begleiter auf deinem Weg zu einem besseren Ich-Gefühl!

Deine Selina